Improvisation und/oder ein guter Plan beim Jederhund-Rennen

Improvisation und/oder ein guter Plan beim Jederhund-Rennen

Am 29.8.21 veranstaltete der WRU sein 3. Jederhundrennen mit einer Teilnehmerzahl von 93 Struppies und ihren zweibeinigen Begleitern. Die gepflegte Anlage und ein top präpariertes Geläuf sowie ein motiviertes WRU-Team und etliche externe Helfer sorgten für einen exzellenten Ablauf und einen sehr entspannten Tag mit den lauffreudigen Hunden. Pünktlich um 10.00 Uhr wurde der Start für den ersten Struppi freigegeben, unser mit frischen Brötchen vorbereitetes Frühstücksbüffet wurde dankend angenommen und um die Mittagszeit wurde gegrillt und leckere hausgemachte Salate mit Baguette fanden guten Zuspruch. 
 
Unser Plan sah u.a. drei Demo-Läufe von Whippets, Salukis und Greys in der Pause vor. Da die Bahnverhältnisse aufgrund des anhaltenden leichten Regens die Gegengerade nicht begehbar machten, entschlossen wir uns, zu improvisieren. Die „Supersprintstrecke“ wurde für Whippets und Salukis gewählt. Das bedeutete für die Whippets einen Lauf vom Whippet-Start bis nach dem Zielrichterhaus und für die Salukis einen kurzen Sprint auf der Startgerade. So kamen auch diese Windhunde zumindest minimal auf ihre Kosten, ohne Gefahr zu laufen, sich zu verletzen. Improvisation war oberstes Gebot. Der Grey-Demo-Lauf wurde gestrichen. In der Kürze liegt die Würze: die Zuschauer waren begeistert. 
 
Die grosse Tombola hielt große und kleine Überraschungen bereit. Die beiden Hauptgewinne bestanden aus zwei Hotelgutscheinen eines im Rhein-Main-Gebiet ansässigen 5-Sterne Hotels für jeweils 2 Personen für 1 Übernachtung mit Hund und Frühstücksbüffet. Dankeschön für diese tollen Preise !
 
In diesem Zusammenhang ein großes Dankeschön an Claudia Schubert, der Initiatorin unseres Jederhund-Rennens. Claudia hat diese Veranstaltung mit viel Herzblut, ihren zahlreichen Kontakten und ihrem Händchen für Akquisition spendabler Sponsoren zu einem echten Erfolg geführt. Ein großes Dankeschön auch an unseren Hauptsponsor Zookauf Maurer in Bad Camberg, der das JHR mit dem gesamten Spektrum an Preisen ausgestattet hat. Bianca Grunert war als Repräsentantin des Zookaufs Maurer den ganzen Tag tatkräftig, gut gelaunt, hilfsbereit und kompetent präsent. Danke Dir, Bianca !
 
Am Nachmittag gab es dann selbst gebackenen Kuchen, Nussecken, Kaffee und heiße Schokolade, die reissenden Absatz fanden.
 
Die Siegerehrung wurde wetterbedingt kurzerhand verlegt auf die mit Pavillons ausgestattete Terrasse und so konnten wir die Sieger und Platzierten dann im Trockenen alle bewundern und gebührend ehren.  
 
Die Planung sah unsererseits einen netten, gemütlichen Familientag mit lustigem Programm vor, was wir auf jeden Fall durchgezogen haben. Spätestens jetzt wissen wir, dass wir uns auf die Gegebenheiten, egal welcher Art, einstellen und improvisieren können. Komme was wolle, rain or shine, Corona, was auch immer …. wir packen es ! Danke an alle, die bei dieser Veranstaltung mitgeholfen haben, hinter und vor den Kulissen.
 
Fazit: Improvisation ist momentan wichtiger als ein guter Plan !
 
Nachstehend eine Bildauswahl vom Jederhund-Rennen. Ein ganz großes Danke an Karin Kölsch, die mit großer Ausdauer diesen Tag mit ihrer Kamera begleitete. Weitere über 500 Bilder von ihr findet man unter https://photos.app.goo.gl/iE1spfzsqfmDpbJo7 
 

Das nächste Training findet am Sonntag, 5. September, statt. Zunächst wollen wir die Regelung mit Voranmeldung beibehalten und bitten um Anmeldung an MRuehl@t-online.de

 

„yes, we can“ – auch in schwierigen Zeiten!

„yes, we can“ – auch in schwierigen Zeiten!

Irgendwie war es anders, ein seltsames Gefühl beschlich mich, als ich morgens um halb sechs in mein Auto stieg, um mit meinen Whippets zum  Rennen nach Hünstetten zu fahren. Es war das erste offizielle Rennen nach 2 Jahren und eigentlich ein Grund zur Freude. Aber…darf man sich freuen und seinem geliebten Hobby nachgehen, wenn nur einige Kilometer entfernt Menschen durch die entsetzliche Flut ihre gesamte Existenz verloren haben und nicht wenige sogar ihr Leben? Ich glaube, man darf, wenn auch mit der nötigen Anteilnahme an dem Leid Anderer.

Nun zu unserem Rennen: Vielleicht hat man es coronabedingt ein bisschen vergessen, welch eine Arbeit von den Mitgliedern im Vorfeld geleistet werden muss, um ein Rennen auf die Beine zu stellen.

Zunächst galt es natürlich, alle  Corona-Auflagen vom Ordnungsamt und Gesundheitsamt zu erfüllen, ein Hygienekonzept auszuarbeiten und zur Prüfung vorzulegen, um die Sicherheit der Teilnehmer und Besucher zu gewährleisten. Eine genaue Eingangskontrolle der Teilnehmer wurde durchgeführt und Besucher mussten sich in eine ausgelegte Liste eintragen. Von der Rettungshundestaffel des Roten Kreuz wurde ein Zelt gestellt, wo  man sich testen lassen konnte, humanmedizinischer Beistand war ebenso vor Ort und für unsere vierbeinigen Mitstreiter sogar 2 Tierärzte. Unser Dank für diese z.T. aufwendigen Vorgespräche und Planungen gilt unser 1. Vorsitzenden Frau Katharina Rediske.

Obwohl  „nur“ 100 Hunde zum Rennen gemeldet waren, hat der Vorstand beschlossen, das Rennen auf 2 Tage aufzuteilen, um den gesamten Ablauf etwas zu entzerren, so dass weder auf den Parkplätzen, bei der Anmeldung,  der Tierarztkontrolle und der Kantine Gedränge entstehen konnte.

Und das Konzept ging auf: am 1. Tag liefen Greyhounds und Whippets, natürlich auf einer für Hünstetten bekannt gut präparierten Bahn!

Das Wetter war perfekt und das Gelände drumherum gepflegt, dank unzähliger Arbeitseinsätze unserer Mitglieder. Unter den Zelten auf der Terrasse konnte man herrlich sitzen und…man fand immer einen Platz! Kaffee, Kuchen und Brötchen waren lecker und abends gab es wunderbare Hähnchenspieße mit Beilagen, Herrn Fingerle hier noch einmal ein Dankeschön. (Das Rezept für den sensationell gut schmeckenden Dip hab ich mir gleich geben lassen).

Die Rennen selber wurden zügig durchgezogen. Leider gab es eine ernsthafte Verletzung bei einer Greyhound-Hündin, der wir baldige Genesung und gute Besserung wünschen, und auch die Whippets mussten ein paar Blessuren hinnehmen, aber ich glaube, das war eher den unglücklichen Rennverläufen anzulasten.

Durch das Programm führte professionell Herr Jösch, der auch die Siegerehrung vornahm. Da das Wetter mitspielte, waren alle entspannt im Innenraum, es gab reichlich Futterspenden für Sieger und Platzierte, wir danken dafür dem Zookauf Maurer in Bad Camberg. Die drei teilnehmenden Whippet Sprinter Sen. wurden aus ihrem aktiven Rennleben verabschiedet, Devaj 1976 Kincsem und ihr Bruder Kosmos sowie Oochiogea’s Melandri aus Belgien. Sie wurden mit einer schönen Abschiedsschärpe geehrt.

Natürlich…es gibt immer einige Negativstimmen: „Wie kann man 2 Hunde desselben Besitzers in zwei aufeinanderfolgenden Läufen unter ‚weiß‘ setzen“, „warum kann ich nicht da oben/unten parken“ , „ keine Stimmung bei so wenig Teilnehmern“, „ warum laufen die Greys am Samstag“ etc., aber das schmälert den Erfolg des Rennens keineswegs.

 Wir haben eine neue Rennleiterin, die sich voll in ihre Aufgabe reingekniet hat. Ich finde, sie hat und wird auch in Zukunft einen tollen Job machen! Danke an Monika Rühl!

Natürlich können wir in Zukunft noch etwas verbessern. Aber das wird uns auch noch gelingen, so dass wir weiterhin für alle Windhund-Rennsportfreunde eine attraktive Rennbahn in Deutschland sind!

Und: Leute, entfernt doch bitte die Hinterlassenschaften Eurer Hunde auch außerhalb des Geländes der Windhund-Arena!

Am Sonntag, 18.7.21, fanden dann die Rennen der Afghanen, Salukis, Sloughis und italienischen Windspiele statt, die an Spannung denen des Vortages in nichts nachstanden.

An beiden Tagen gab es einige Highlights, die wir noch lange in Erinnerung behalten werden, so wurden bei den Greyhound-Rüden im Finallauf alle 6 Hunde innerhalb ca. 1/2 Sekunde im Zieleinlauf gemessen, bei den Whippet-Sprinterinnen gab es zwei 1. Plätze (Devaj 1976 Carrera und Crazy Runner‘s Questa), was auch selten vorkommt und neue Bahnrekorde wurde bei den Saluki-Hündinnen sowie bei den Greyhound-Hündinnen gelaufen.

Zu guter Letzt noch eine kleine Begebenheit dieses Wochenendes, die Erwähnung finden sollte: ein Beamter des Gesundheitsamtes stellte sich in der Kantine als solcher vor und seitens des Vorstandes trat man ihm mit freundlichem Respekt gegenüber (da man ja alles getan hatte, um das abgestimmte Hygienekonzept zu erfüllen). Wie sich während der Unterhaltung herausstellte, waren er und seine Familie der Einladung der 1. Vorsitzenden gefolgt und ihr Besuch hatte keinen offiziellen Charakter. Als Fachmann konnte der Herr sich trotzdem nicht verkneifen zu bemerken, wie vorbildlich alles organisiert sei und der Verein an alles gedacht habe und sie blieben bis zum späten Nachmittag und genossen die Atmosphäre und das leckere Essen. Das beruhigt ungemein und wahrscheinlich kommen unsere besonderen Gäste in inoffizieller Mission wieder zum Training mit ihrem Ridgeback. So fand auch dieses erste Rennwochenende des WRU in Corona-Zeiten nach zwei Jahren ein harmonisches, beruhigendes Ende und der Verein weiß spätestens jetzt „yes, we can“ – auch in schwierigen Zeiten. (von Dr. Claudia Rittner)

Ein ganz großes Danke an Karin Kölsch, die unsere Veranstaltungen seit Jahren begleitet und uns immer wieder faszinierende Fotos zur Verfügung stellt!

Danke an Ch. Mallebé, der uns die nachstehenden Bilder vom Samstag zur Verfügung stellte!

Und nachstehend noch die Bilder von Karin Kölsch von den Läufen am Sonntag:

Nachstehend die Ergebnislisten vom Samstag und Sonntag:

 

 

Bericht vom Jeder-Hund-Rennen am 03.10.2020

Bericht vom Jeder-Hund-Rennen am 03.10.2020

Der WRU veranstaltete unter erhöhten hygienischen und organisatorischen Corona-Auflagen am 3. Oktober 20 das zweite Jederhundrennen, um den Teilnehmern wenigstens ein kleines Highlight in diesem Jahr wegen all der anderen gecancellten Jederhundrennen zu bieten. 
 
Unsere Freundin Claudia Schubert, die Initiatorin und Organisatorin dieser Veranstaltung, hatte all ihre Kontakte spielen lassen und die überaus großzügigen Sponsoren Dr. Clauders, Belcando, Josera, Trixie, Bosch, Happy Dog und Zookauf Maurer in Bad Camberg, das Weingut Kasper Henke  sowie die Physiotherapeutin Patricia Trömer (www.tierpraxis-trömer.de) für unsere Veranstaltung gewinnen können. Dafür an dieser Stelle grossen Dank an die Sponsoren, Patricia und an unsere Claudia. Die grosse Tombola in der Mittagspause erfreute grosse und kleine Teilnehmer.
 
Als absolutes Novum und Pilotprojekt im Bereich Hundeveranstaltungen hatte unser Mitglied Björn-Carsten Liffers eine webbasierende App entwickelt, die durch einen Zugangscode, der überall ausgehängt war, von allen Teilnehmern durch kostenlos bereitgestelltes WLAN mit ihren Handies einsehbar war. Daher brauchten wir keine Aushänge nach dem 1. Durchgang, wo sich auch wieder Menschenansammlungen gebildet hätten, denn jeder konnte die Ergebnisse und den Rennverlauf in den einzelnen Gruppen direkt auf seinem Handy synchron und live verfolgen. Diese innovative Idee von Björn ist zukunftsweisend und sollte auch Einzug in den Windhundsport nehmen – nicht nur aus Coronagründen. Diese Digitalisierung hat uns alle wirklich überrascht und eine sprachlose Begeisterung der Teilnehmer und Gäste war nicht zu übersehen. 
 
An dieser Stelle ein grosses Dankeschön an Björn, der wochenlang mit der Entwicklung dieser Web-App beschäftigt war, nachdem er von der Arbeit heimgekommen ist. Ein unbezahlbares Projekt eines realistischen Idealisten, frei nach dem Motto „the sky is the limit“ ….
 
Der Tag verging wie im Fluge, alle 88 Teilnehmer konnten 2 Durchgänge absolvieren und auch der am frühen Nachmittag langsam einsetzende Regen konnte der fröhlichen Stimmung keinen Abbruch tun. Die Siegerehrung fand dann um 16.00 Uhr im Festzelt statt, wo auch hochwertige Sonderpreise wie z.B. für die weiteste Anreise (365 km !!!!) vergeben wurden.
 
So war dieser 3. Oktober für die Struppies, ihre knapp 200 zweibeinigen Begleiter und unser Team ein Feiertag in vielerlei Hinsicht: 30-jähriges Jubiläum Tag der dt. Einheit, glückliche Hunde, die gemeinsam mit ihren Familien schöne Stunden mit leckerem Essen und guter Stimmung verlebten und Zeugen sowie Nutzniesser des Pilotprojektes „Digitalisierung im Hundesport“ waren in der Windhund-Arena Hünstetten. 
 
Ein außergewöhnlicher Tag, danke Claudia, allen Teilnehmern, den Sponsoren, den Spendern der leckeren Salate und Kuchen, den WRU-Teams KANTINE mit Ellen voran, und GRILL mit Björn, Zeitnahme, Auswertung und EDV, Moderation, Einlasskontrolle und Parkeinweisung, Anmeldung und, und, und … Ihr alle ward wie kleine Mosaiksteinchen, die sich im Laufe des Tages zu einem grossen Mosaik zusammenfügten. Die Zusammenarbeit funktionierte perfekt ! 
 
Einer hoffentlich genauso reibungslosen und harmonischen Jederhundveranstaltung in 2021 sollte unsererseits nichts im Wege stehen! / Der Vorstand des WRU
 

Danke an Karin Kölsch für die tollen Bilder. Weitere Bilder unter: https://photos.app.goo.gl/qdyHdGQCkT4XF94M6

Nachstehend die ersten Feedbacks von zufriedenen Teilnehmern:

„Danke für euren riesigen Einsatz und die tolle Organisation! 👍
Es war so schön,trotz Corona eine so liebevoll durchgeführte Veranstaltung zu erleben. ☺️
Sehr nette Menschen und Hunde, leckeren Kuchen, die Tombola mit den liebevoll verpackten Preisen, der gesamte Ablauf,…
Wir haben uns sehr wohl gefühlt! ❤️ Danke euch 🤗
Evelyn Kilian mit Butzel“
 

„Huhu Claudia….. als erstes möchte ich mal ein großes Lob aussprechen, dass das Hunderennen super organisiert war und einen tollen Ablauf hatte.“👍🥳

„Liebe Claudia, Wir sind wieder zuhause und haben uns in der Badewanne aufgewärmt. Wir wollten uns recht herzlich für den tollen Tag bedanken. Alles war so liebevoll gemacht, die Tombola und die Preise etc. Ihr habt euch echt große Mühe gegeben. Wir hatten einen tollen und lustigen Tag. Lieben Dank an das gesamte Team und habt einen schönen Sonntag. Weißt du ob jemand „offizielles“ Fotos gemacht hat und vielleicht das ein oder andere Foto auf eurer Internet Seite zu finden sein wird?!  Liebe Grüße von uns aus Dauborn“

„Liebe Claudia, liebe Veranstalter, vielen Dank für das tolle Event gestern. Es hat uns sehr viel Spaß bereitet. Steffi und Markus Lukasch mit Micki“

 

Achtung, liebe Windhundfreunde, das nächste Training findet am Sonntag, 11. Oktober, statt. Der Wetterbericht meldet für die nächsten Tage Regen aber für kommenden Samstag und Sonntag trocken. Das sieht so aus als wären das optimale Bedingungen um für unsere Hunde ein perfektes Geläuf zu präparieren. Bitte meldet Euch im Laufe der Woche, mit allen Koordinaten (Name, Adresse, etc., Anzahl der Personen und Hunde, gewünschte Distanz) bei Monika Rühl, MRuehl@t-online.de für das Training an. Die Anzahl der Hunde ist weiterhin auf 80 beschränkt. Es können auch Gruppenläufe gemeldet werden.

 

 

Ausführlicher Bericht von der Doppelveranstaltung sowie viele neue Bilder von der Ausstellung und vom Rennen

Ausführlicher Bericht von der Doppelveranstaltung sowie viele neue Bilder von der Ausstellung und vom Rennen

Zunächst vielen herzlichen Dank an Karin Kölsch, von der wir alle Bilder dieses Beitrags erhalten haben sowie an Carina Klinnert, aus deren Feder der Textbeitrag stammt.

Bericht zur Ausstellung und zum Rennen am 20./21.07.2019

Am 20. und 21. Juli 2019 war es wieder soweit: Der Windhund-Rennverein Untertaunus-Hünstetten lud zu seiner diesjährigen Hauptveranstaltung, mit der CAC-Zuchtschau inklusive Sloughi-Jahresausstellung am Samstag und dem internationalen Rennen am Sonntag, welches auch gleichzeitig der 4. Wertungslauf der Windhund-Champions-League war. Zahlreiche Windhund-Freunde aus dem In- und Ausland folgten der Einladung und so durfte sich der Verein über insgesamt knapp 450 Meldungen (für Ausstellung und Rennen) aus zehn Nationen freuen. Bei Sonnenschein und sommerlichen Temperaturen an beiden Tagen stand einem spannenden, ereignisreichen Wochenende in angenehmer Atmosphäre nichts mehr im Wege.

Ein Highlight der Ausstellung war sicherlich der Einmarsch der zahlreich erschienen Sloughis am Samstagvormittag, welche den traditionell, mit vielen liebevollen Details geschmückten Ehrenring füllten. Begleitet von orientalischen Klängen und einer Bauchtänzerin wurde den Teilnehmern, wovon viele sich selbst in landestypische Gewänder gekleidet hatten, frischer Pfefferminztee und Gebäck gereicht – ganz wie in Marokko, dem Heimatland der Rasse Sloughi. Ein tolles Bild, was den Teilnehmern und Zuschauern sicher noch lange im Gedächtnis bleiben wird! Vielen Dank an dieser Stelle an Frau Dr. Sabine Schlenkrich, Zuchtkommissionsmitglied für die Rasse Sloughi, und Frau Monika Keil, Sonderleiterin der Ausstellung, für die viele Arbeit, die hier im Vorfeld investiert wurde – es hat sich definitiv gelohnt!

Der extra aus den Niederlanden angereiste Zuchtrichter, Herr Frans Gerritsen, bewertete geduldig, aber dennoch zügig die 64 gemeldeten Sloughis mit seiner stets freundlichen, heiteren Art und übernahm im Anschluss daran, aufgrund der hohen Meldezahlen, dankenswerterweise auch noch das Richten der Saluki-Hündinnen. Unser Dank gilt auch den Herren Elmar und Marco Sistermann, welche die übrigen Windhundrassen unter sich aufteilten und ebenfalls eine Vielzahl an Hunden zu bewerten hatten, was gewohnt zügig und professionell vonstatten ging.

Leider gab es am Ende der Ausstellung Probleme mit der Technik, sodass, trotz aller Bemühungen, am gleichen Tag nicht alle Richterberichte mehr ausgegeben werden konnten. Diese wurden jedoch zeitnah durch die Sonderleiterin an die Teilnehmer versandt. Im Namen des Vereins, bitten wir diese Umstände noch einmal ausdrücklich zu entschuldigen.

Etwas schade war auch, dass das gesamte Richtergremium sowohl am Freitag zum Abendessen, als auch am Samstagmorgen vom Verein zum Frühstück eingeladen wurde, wovon jedoch ein Teil ohne Entschuldigung fernblieb. Der liebevoll eingedeckte Tisch und die mit der Betreuung des Richtergremiums beauftragten Vereinsmitglieder warteten leider vergeblich…

Pünktlich um 8:30 Uhr am Sonntagmorgen startete dann das internationale Rennen. Für einen reibungslosen Ablauf der Tierarztkontrolle, welche sehr gewissenhaft durchgeführt wurde, sorgte das Team der Tierorthopädischen Klinik Frankfurt rund um Frau Dr. Alexandra Keller sowie Frau Prof. Sandra Goericke-Pesch.

Auf der perfekt präparierten Sandbahn, welche im Vorfeld durch das Team des WRU mit großem Aufwand in einen Top-Zustand gebracht und mehrfach bewässert wurde (aufgrund des ausbleibenden Regens in den vergangenen Wochen sicher keine leichte Aufgabe), konnten Teilnehmer und Zuschauer des Rennens zahlreiche, spannende Läufe bewundern. Volle Felder bei den Greyhounds auf beiden Distanzen, ebenso bei den Whippets der A-, B-, Sprinter- und Senioren-Klassen, darunter die Elite des europäischen Windhund-Rennsports, sorgten für große Begeisterung und Adrenalin pur. Die Sloughis, welche ebenfalls sehr zahlreich starteten, liefen in Kombination mit der Jahresausstellung am Vortag um den Jahressportsieger-Titel sowie den Jahressieger für S&L. Und auch bei den anderen Rassen gab es teils große Felder zu bestaunen. Lediglich die Basenjis wurden an diesem Sonntag vermisst. Wir hoffen, dass sie zukünftig wieder den Weg nach Hünstetten finden!

Glücklicherweise gab es, soweit dem Verein bekannt, lediglich fünf kleinere, muskuläre Verletzungen zu verzeichnen (gute Besserung an dieser Stelle!). Eine Vielzahl an Helfern sorgte für einen zügigen, reibungslosen Ablauf des Rennens, sodass bereits um 14:30 Uhr mit den B-Finals begonnen werden und um 16:20 Uhr der letzte von insgesamt 110 Läufen an diesem Tag gezogen werden konnte. Gegen 18:00 Uhr fand schließlich die Siegerehrung statt und ein sehr schöner, wenn auch anstrengender Renn-Tag ging allmählich zu Ende. An dieser Stelle noch einmal ein herzliches Dankeschön den zahlreichen Teilnehmern, welche Jahr für Jahr beim WRU Hünstetten zu Gast sind und hierfür auch eine teils sehr weite Anreise in Kauf nehmen. Danke für Ihr Vertrauen!

Ein ebenso großer Dank gilt den Vereinsmitgliedern und Helfern für ihren unermüdlichen Einsatz. Besonders erwähnt seien hier der sportliche Leiter, Herr Heiko Hasenstab, Gerd Kleber und Helmut Schmidt für die hervorragende Präparation des Geläufs, das gesamte Küchenteam, welches eine Mammutaufgabe zu bewältigen hatte, sowie alle anderen Teams (Hasenzug, Sattelplatz, Sekretariat, Zeitnahme, Anmeldung…), die eine fantastische Arbeit geleistet haben. So sehr sich Vereine natürlich über solch hohe Meldezahlen freuen, so viel Arbeit bedeutet es auch, eine derart große Veranstaltung zu organisieren und reibungslos über die Bühne zu bringen. Was hier geleistet wurde, verdient den allergrößten Respekt!

Autor: Carina Klinnert

 

Ein Kommentar zum Rennen und viele Bilder und Videos

Ein Kommentar zum Rennen und viele Bilder und Videos

Liebe Windhundfreunde, nachstehend ein Kommentar unseres Rennleiters als Nachbetrachtung zum internationalen Windhund-Rennen am Sonntag, 21. Juli:

Nach dem Rennen…….ist ja bekanntlich vor dem Rennen.

Ich möchte zunächst kurz eingehen auf die Ausstellung am Samstag. Monika Keil hat uns eine wunderschön dekorierte Ausstellung vorbereitet und durchgeführt. Danke an alle Helfer und besonders an Monika. Leider hat wohl das Programm nicht korrekt funktioniert, so dass wir Richterberichte und die S und L Vergabe nachreichen müssen. Sorry. Danke für die schöne Meldezahl von fast 260 Hunden in Verbindung mit der Sloughi-JAS. So viele Sloughis waren seit vielen Jahren nicht mehr zusammen. Schade finde ich, dass abends beim Diavortrag und gemeinsamen Essen nur wenige Sloughi-Besitzer anwesend waren. Sabine Schlenkrich hat uns tolle Rahmenbedingungen für diese Ausstellung präsentiert und es wurden wunderschöne Preise vergeben, leider nur von wenigen Windhundfreunden gestiftet.

Zum Rennen : Wir hatten die fantastische Meldezahl von 185 Hunden, davon 56 Hunde aus den europäischen Nachbarländern. Gerd Kleber hat uns und Ihnen in seiner gewohnt routinierten Art wieder mal ein hervorragendes Geläuf präpariert. Wir hatten bei 110 Läufen „nur“ 6 kleinere Blessuren, zumeist muskulär, zu verzeichnen. Das macht mich besonders zufrieden und spricht für die Qualität der Bahn. An dieser Stelle gute Besserung für unsere verletzten Vierbeiner.

Wir hatten an Sattelplatz, Startkasten, Zeitnahme, Einfangzone und Hasenzug sehr gut und sicher arbeitende Teams, die kompetent das Rennen in einer reinen Laufzeit von ca. 6 Stunden ermöglicht haben. Hervorragend besetzt waren auch Schiedsgericht und die Crew der Bahnbeobachter, es wurde mit Sachverstand und glücklicher Hand entschieden, tolle Leistung. Für die Statistiker: Es gab 13 Entscheidungen des Schiedsgerichts, 5 Disqualifikationen und 8 „Nicht durch“. Mit unseren „drei Damen“ Yvonne, Regine und Martina ist das Sekretariat beispielhaft geführt worden, einschliesslich der Lauffortschreibungen und Aushänge.

Wir haben spannende und sehenswerte Läufe beobachten können. Dankbar können auch wir sein für die sehr akzeptablen Wetterbedingungen, die uns die 2. Vorläufe ermöglicht haben. Mit 185 Meldungen haben Sie uns das Vertrauen in die Bahn und unseren Verein geschenkt. Vertrauen beruht auf Gegenseitigkeit. Das wird anscheinend von sehr wenigen Teilnehmern missbraucht. Durch das sehr späte Zurückziehen (deutlich nach der vereinbarten Zeit von 13:30 Uhr) wurde unser Ablauf erheblich gestört. Das ist unfair gegenüber uns als Ausrichter und den anderen Teilnehmern. Ich lasse mir für das kommende Jahr etwas einfallen. Ich frage mich zudem, warum so viele Hunde zurückgezogen werden. Sie haben Sporthunde, die wollen laufen, taktische Geplänkel sollten hier außen vor sein. Mit Ausnahme natürlich bei Verletzungen oder ähnlichen Gründen.

Was enorm stört, sind die unangebrachten Aufgeregtheiten an der Meldestelle. Wenn die Papiere nicht in Ordnung sind oder fremde Personen Hunde gemeldet haben, deren Besitzer gar nicht anwesend sind (das sind nur zwei Beispiele), dann hat das halt Konsequenzen. Dazu kommt dann noch die ein oder andere unangemessene „Tonart“. An dieser Stelle vielen Dank für die professionelle Arbeit an der Kasse von Heike, Ingrid und meiner Frau, die hier immer die Ruhe bewahrt haben.

Wir hatten dann noch Probleme mit einem verstopften Urinal (das kommt dann auch noch alles dazu). Warum Zigarettenkippen in das Urinal geworfen werden, erschliesst sich mir nicht. Wir sind kein Hotelbetrieb und müssen das alles ehrenamtlich, so wie die Müllbeseitigung, wieder herrichten. Sollte Ihnen als Gast oder Teilnehmer etwas aufgefallen sein, was besser gemacht werden könnte, teilen Sie es mir oder unserem Vorstand mit. Bedenken Sie, es gibt Dinge, die nicht zu ändern sind. Erfreulich war, dass ich einigen Teilnehmer ein paar Wünsche erfüllen konnte. Es gibt nichts Schöneres, als in glückliche und zufriedene Gesichter zu schauen. Ich glaube, wir hatten ein schönes Veranstaltungs-Wochenende in Hünstetten. Dafür sorgte auch unser hart arbeitendes Küchenteam durch eine exzellente Versorgung,

Hinweisen möchte ich bereits jetzt darauf, dass im kommenden Jahr die Meldegebühr für eine CAC-Ausstellung 25 Euro betragen wird, auch das Meldegeld für Rennen wird sich erhöhen. Lesen Sie bitte dazu das Protokoll der JVH von unserem Verband. Und ich kann Ihnen sagen, die Vereine brauchen das Geld. Wir hatten an der einen oder anderen Stelle auch wieder Personalprobleme, so dass etliche Helfer mit Doppel- oder Dreifachaufgaben belastet wurden. Meine Bitte: engagieren Sie sich in den Vereinen, so dass uns die Windhundsportvereine erhalten bleiben.

Ich möchte Sie noch mal ausdrücklich loben : Sie waren sehr freundliche und angenehme Teilnehmer. So soll es sein. Wenn sie nächstens Jahr Hünstetten hoffentlich wieder besuchen, wird der Baseballverein in Betrieb sein. Wir richten im kommenden Jahr das Bundessiegerrennen im Juni aus und dann im Juli wie gewohnt unsere Doppelveranstaltung mit der Deerhound-JAS. Bitte melden Sie rechtzeitig, Sie erleichtern uns die Arbeit. Danke.

VIELEN DANK an alle Helfer, Unterstützer und Gönner, die uns bei der Ausrichtung zur Seite gestanden haben. Er war einschliesslich Auf- und Abbau viel Arbeit. Wir würden uns freuen, Sie wieder zahlreich begrüssen zu dürfen und wünschen Ihnen ein schönes zweites Halbjahr 2019. Bleiben Sie mit Ihren Hunden gesund.

Heiko Hasenstab, Sportlicher Leiter WRU

Fast alle Läufe des Rennens können Sie nochmals sehen, wenn Sie den nachstehenden Link anklicken. Vielen Dank an Björn-Carsten Liffers.
https://racing-socks.de/?fld=20190721_int_championship_H%C3%BCnstetten&type=video

Vielen Dank und ein großes Kompliment an Armin Hauke, der uns die tollen nachstehenden Bilder zur Verfügung stellte.

Sloughis treffen sich zur Jahresausstellung

Sloughis treffen sich zur Jahresausstellung

Liebe Windhundfreunde, ein ausführlicher Bericht von der Sloughi-Jahresausstellung wird folgen. Vorab zunächst einige Impressionen vom Einmarsch und der Begrüssung. Wir danken Armin Hauke, der uns die tollen Bilder zur Verfügung stellte.