Liebe Windhundfreunde und Freunde des Windhundrennsports,

der viel diskutierte CdL-Vorschlag für eine Änderung der internat. Rennordnung hat den WRU vor allem aus Gründen des Tierschutzes dazu veranlasst, alles zu überdenken und sich evtl. aus dem internationalen Renn- und Coursinggeschehen zurückzuziehen. 

Die von der CdL geplante Neuregelung bei internationalen Rennen benachteiligt die Rennhunde, die Minderrassen angehören (z.B. Afghanen, Azawakhs, Barsois, Chart Polski, Sloughis u.v.a.m.) Der Vorschlag für die neue Regelung beinhaltet die Zweiklassenaufteilung und damit systematische Diskriminierung der Rennhunde, die den Windhundrennsport bisher erfolgreich getragen haben und der Eindruck drängt sich auf, dass der Windhundrennsport auf internationaler Ebene nun auch von diktatorischer Showhand geprägt werden wird.

Die ab 2022 geplante Regelung spricht für sich und überzeugt durch windhundsportliche Unsachkenntnis und beängstigende tierschutzwidrige Parameter, was leider auch Auswirkungen auf den Zuchtbereich hätte und dadurch letztlich kynologisch nachteilige Konsequenzen für die einzelnen Rassen nach sich ziehen würde. 

Der dafür zugrunde liegende Entscheidungsprozess der FCI/CdL, der keinerlei Transparenz für die Rennvereine aufweist, gibt ausserdem Grund zur Kritik, denn alle FCI Länder stimmen mit jeweils nur einer Stimme ab, ungeachtet ihrer Aktivitäten im sportlichen Windhundbereich. Das hat nichts mit zielgerichteten, zeitgemässen, transparenten Entscheidungsprozessen zu tun, sondern nur mit antiquierten Organisationsmechanismen, die offensichtlich alles andere als kynologisch orientiert bzw. fundiert sind.

Wir unterstützen die Idee, alle Rennvereine unter einen Hut zu bringen und gemeinsam ab 2022 nur noch nationale Rennveranstaltungen (Rennen und Coursing) auszurichten, um einen Schulterschluss gegen das geplante neue Rennreglement der FCI/CdL zu demonstrieren. Der Verzicht auf CACILs und internationale Titel ist ein Opfer, was alle, die Windhundsport für und mit ihren Hunden treiben, ohne zu überlegen, ab 2022 leisten sollten. Der Anteil der vergebenen CACILs bei internationalen Rennen in Deutschland beträgt 2,26 %. Der DWZRV ist der Dachverband für alle Windhundrassen, die seit seines Bestehens in allen Bereichen gleichberechtigt behandelt werden.

Zu nationalen Sportveranstaltungen sind übrigens lt. Reglement ausländische Teilnehmer zugelassen und auch herzlich willkommen. 

Darüber hinaus wäre es für den internationalen Windhundrennsport wünschenswert, wenn sich alle anderen FCI-Länder, die auch gegen den geplanten CdL Beschluss sind, zur gleichen Entscheidung, nur noch nationale Sportveranstaltungen auszurichten, anschließen würden. Solidarität für den Tierschutz in unserem Rennsport und für die Gesundheit und Gleichberechtigung aller Windhundrassen sollte jetzt im Vordergrund stehen.

Bei der Gelegenheit erinnern wir uns an den Vorgang, daß vor ca. 10 Jahren von den Vereinen der Windhund-Champions-League ein Antrag auf Titelvergabe und -eintragung gestellt wurde. Damals wurde bei einer CdL-Sitzung diskutiert und eine Arbeitsgruppe gebildet. Eine Antwort haben wir bis heute leider noch nicht erhalten.

Abschließend rufen wir alle Vereine und alle Windhundbesitzer zum Schulterschluss auf. Sollte eine solche geplante Änderung beschlossen werden, liegt es in unseren Händen, solche Veranstaltungen zu boykottieren. Es ist unser Hobby, gemeinsam sind wir eine Macht.

Bleibt gesund, wir freuen uns auf ein Wiedersehen im Frühjahr 2021 in der Windhund-Arena bei unseren Trainingstagen.

Mit sportlichen Grüssen

Der Vorstand des WRU Hünstetten e.V.

PS: Wer zu diesem Thema eine Meinung hat und diese kundtun möchte,
sendet seinen Text per E-Mail an Gerd.Kleber@t-online.de
Wir werden diese Texte sammeln und kurzfristig auf der Homepage veröffentlichen.

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